03.03.21

Mindestrendite ohne Nullrunden

Thomas Wesel ist Produktmanager der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.. Hier erklärt er, warum es bei der Indexpolice Klassik modern jetzt auch eine Mindestrendite gibt, mit welchen Indizes man am Markt wirklich punkten kann und was genau die Kunden an dieser Rentenversicherung reizt.

  • Mit Klassik modern hat der VOLKSWOHL BUND 2015 eine Indexpolice auf den Markt gebracht, die im Maklermarkt eingeschlagen ist. 150 000 Klassik modern-Rentenversicherungen haben die VOLKSWOHL BUND-Vertriebspartner bisher für ihre Kunden abschlossen. Wie erklären Sie sich den Erfolg? Zumal Funktion und Wirkung einer Index-Rentenversicherung durchaus erklärungsbedürftig sind.

    Da gibt es mehr als einen Grund. Als Indexpolice ist Klassik modern zwar erklärungsbedürftig, aber trotzdem so einfach. Wer die Indexbeteiligung wählt, riskiert etwas, doch er arbeitet von Anfang an mit Netz und doppeltem Boden. Ich habe also Ertragschancen auf der einen Seite und Sicherheit und Garantien auf der anderen Seite. Und wenn ich das nicht möchte, gehe ich in die klassische Verzinsung. Da hole ich mir einfach die 2,85 Prozent ab, die es im Moment gibt. Die Wahl habe ich jedes Jahr auf neue. Das finde ich schon sehr überzeugend.

  • Welche Rolle spielen dabei die Indizes, die Sie für Klassik modern gewählt haben?

    Die spielen eine sehr große Rolle. Uns war von Anfang an wichtig, dass wir den Kunden Investments bieten müssen, mit denen sie etwas anfangen können. Keine selbst zusammengebastelten Indizes, die nicht transparent sind, und keine Berechnungen von irgendwelchen exotischen Märkten vom anderen Ende der Welt, sondern eine ganz normale Abbildung des Börsengeschehens, das jeder aus der Tagesschau kennt. Den DAX, den EUROSTOXX 50 und seit 2018 auch den DAX Risk Control 10. Und die haben unseren Versicherten in der Vergangenheit schon richtig was geboten.

  • Das kann man wohl sagen. Doch die spektakulären Renditen aus einem Indexjahr wie 2016/17 von annähernd neun Prozent lassen sich nicht beliebig fortsetzen. 2019/20 gab es zuletzt wieder eine Nullrunde. Wie wirkt sich das auf die Akzeptanz des Produkts aus?

    Jede Nullrunde beweist zunächst einmal, dass das Netz hält und der Kunde trotz negativer Indexentwicklung keine Verluste macht. Das ist die positive Botschaft. Trotzdem ist es nicht schön für den Kunden, wenn die Nullrunde langfristig die einzige Alternative zu einem Gewinn bleibt. Wir haben uns deshalb überlegt, wie man eine regelmäßige Rendite gewährleisten kann, bei der es obendrein noch die Chance auf mehr gibt. Dabei ist die neue Klassik modern-Variante „IndexZins“ herausgekommen.

  • Die wie funktioniert?

    IndexZins schließt beides aus: Verluste genauso wie Nullrunden. Stattdessen gibt es eine Mindestrendite. Sie beträgt derzeit 1 Prozent – auf das gesamt Vertragsguthaben!

  • Und trotzdem bleibt der Kunde im Index investiert und kann Gewinne erzielen?

    Genau. Das besondere ist, dass die gesamte Indexbeteiligung ohne Abschlag in den gewählten Index investiert wird. Dadurch ist die Beteiligung bei uns höher als bei anderen Lösungen, die es hier am Markt gibt. In guten Jahren wird das deutlich, denn dann ist der Ertrag größer als bei anderen Indexrenten.

  • Hat die Mindestrendite einen Effekt auf die Gewinnmöglichkeiten?

    Ja, denn um die Mindestrendite zu sichern, ist die Indexquote geringfügig niedriger.

  • Wenn der Kunde für die Mindestrendite eine etwas niedrigere Indexquote in kauf nimmt, sind damit trotzdem noch „gute Indexjahre“ möglich?

    Definitiv. Die Verläufe lassen sich sehr einfach mit unserem Indexsimulator zeigen, den wir unseren Vertriebspartnern zur Verfügung stellen. Mit den dort hinterlegten Daten kann man die Renditen der Vergangenheit errechnen und Entwicklungen transparent darstellen. 2016/17 zum Beispiel hätte die Indexrendite mit IndexZins fast sieben Prozent erreicht.

  • Mit der neuen Klassik modern kann der Vermittler jetzt auch Neukunden abholen, die vorher für die Police nicht zu gewinnen waren. Was ist mit den Bestandskunden? Dürfen die auch in IndexZins wechseln?

    Wer uns kennt, weiß, dass wir uns nicht nur ums Neugeschäft kümmern, sondern dass uns auch die Bestandskunden wichtig sind. Alle Bestandskunden können, wenn sie möchten, ab sofort und ganz normal bis sieben Tage vor dem nächsten Indexstichtag auf IndexZins umsteigen. Ohne Kosten, zu ihren bestehenden Rechnungsgrundlagen.

  • Das ist eine schöne Nachricht, und für die Vertriebspartner sicher ein wichtiger, neuer Beratungsanlass …

    Ja, und das betrifft mindestens 8000 Vermittler, die bisher mit Klassik modern bei uns aktiv waren. Sie alle können ihren Bestandskunden jetzt neue Mehrwerte für die bestehende Altersvorsorge anbieten, denn die Wahl zwischen KlassikZins, IndexZins und IndexChance kann der Kunde jedes Jahr neu treffen, wenn er möchte.

  • Sie haben Klassik modern noch anpassungsfähiger gemacht. Was geht jetzt alles, was man vorher nicht konnte?

    Der Vertrag bietet jetzt noch mehr Spielraum und ist damit letztendlich bestandssicherer geworden. Beispielsweise kann der Kunde jetzt beliebig oft Zuzahlungen in seinen Vertrag einbringen. Die einzelne Zuzahlung muss lediglich mindestens 300 Euro betragen. Maximal kann der Versicherte 20 000 Euro zuzahlen – zu den ursprünglichen Rechnungsgrundlagen.

  • Und was ist mit den monatlichen Beiträgen? Kann man die auch erhöhen?

    Das geht auch. Die Monatsbeiträge lassen sich in den ersten zehn Jahren um bis zu 500 Euro erhöhen. Dazu habe ich einen Tipp als Familienvater: Für den Nachwuchs ist das ein enorm spannender Beratungsansatz. Schließlich können Sie Klassik modern ab einem Beitrag von zehn Euro pro Monat abschließen. Wer das für Kinder macht, sichert die Rechnungsgrundlagen von heute – in einer Rentenversicherungsvertrag, deren Beitrag man später noch anpassen kann.

  • Für viele ist es noch lange hin, manch ein Kunde plant aber schon jetzt sehr präzise seine Finanzen während des Ruhestands. Welche guten Argumente hält Klassik modern für die Rentenbezieher bereit?

    Ja, auch für die Rentner verbessert sich Klassik modern. Die können, wenn es soweit ist, bis zu 20.000 Euro entnehmen, ohne Gebühren, ohne Stornokosten.

  • Bei Klassik modern kann man den Rentenbeginn verschieben. Sogar bis zum 88. Lebensjahr. Das hört sich flexibel an, aber macht das Sinn? Wer arbeitet denn bis 88?

    Es stimmt, die Option gibt es. Das heißt jetzt nicht, dass wir erwarten, unsere Versicherten würden mehrheitlich bis 88 arbeiten. Der Hintergrund ist ein anderer: Nicht jeder möchte sofort sein Kapital verrenten und sieht möglicherweise in dem Vertrag erstmal eine attraktive Kapitalanlage. Diesen Kunden lassen wir noch einige Jahre Zeit, um sich für eine Rentenzahlung oder eine Auszahlung ihres Vermögens zu entscheiden.

  • Wie kommen die Neuerungen bei den Kunden an? Schon was gehört?

    Wir bekommen sehr positives Feedback zur neuen Klassik modern, auch und insbesondere von bAV-Vermittlern. Viele Vertriebspartner spiegeln uns wider, dass die neuen Möglichkeiten genau das sind, was dem Markt bisher gefehlt hat.

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