03.05.2021

Abgesichert bis zur Rente – darum geht es doch!

Die Dortmunder Lebensversicherung AG hat 2017 Plan D auf den Markt gebracht. Die neue Grundfähigkeitsversicherung war vom Fleck weg sehr erfolgreich. Jetzt hat die Dortmunder die Police runderneuert. Die Produktentwickler Carina Kuczniak und Thomas Wesel haben ihr Fachwissen und ihre Erfahrung in das Projekt gesteckt. An sie geht die Frage: Was ist dran, am neuen Plan D?

  • Vier Jahre nach der Neueinführung haben Sie sich Plan D vorgenommen und die Versicherung komplett überarbeitet. Was war das Ziel?

    Carina Kuczniak: Wir wollten Plan D wieder fit machen und die Versicherung an den Grundfähigkeits-Markt anpassen, der sich in der Zeit spürbar gewandelt hat. Gleichzeitig sollte das Produkt einfach und verständlich bleiben.

    Thomas Wesel: Im alten Konzept hatten wir noch fertige Pakete für bestimmte Zielgruppen konzipiert. Mittlerweile haben sich aber „Grund-Grundfähigkeiten“ am Markt etabliert, die wir auf jeden Fall abbilden wollten. Dafür haben wir jetzt das Paket „Die 1“ geschnürt. In dem sind alle Basisgrundfähigkeiten drin.

  • Woher kamen die Anstöße? Produktvergleiche, Maklerwünsche?

    Carina Kuczniak: Das war eigentlich ein Mix aus vielem. Wir haben unsere Maklerbetreuer gefragt: Was fändet ihr gut? Was wünschen sich die Vertriebspartner? Bei dem, was dabei reingekommen ist, gab es einige gute Anstöße.

  • Zum Beispiel?

    Carina Kuczniak: Vielen war wichtig, dass es auf jeden Fall eine Variante ohne eine gesonderte Frage nach psychischen Behandlungen oder Erkrankungen gibt.

    Thomas Wesel: Gerade für einen jungen Menschen, der sonst noch nie krank war, kann das ein Thema sein. Da gab es vielleicht im Studium mal eine Prüfungssituation, die ihm Stress verursacht hat. Der Kunde war beim Arzt, hat was verschrieben bekommen und dann … muss er das beim Versicherungsantrag angeben. Da war es uns wichtig, dass wir auch hier ein schlankes Angebot machen können.

  • Hat bei der Neuaufstellung auch die Zahl der Leistungsauslöser eine Rolle gespielt?

    Carina Kuczniak: Ja, denn wir wollten möglichst klar und transparent bleiben und nicht 30 Fähigkeiten aufnehmen, die dem Kunden nichts bringen. Nehmen Sie zum Beispiel die ÖPNV-Nutzung: Wer nicht mehr mit dem Bus fahren kann, der ist ja schon bei anderen Leistungsauslösern wie gehen, stehen oder sitzen eingeschränkt. Das muss ÖPNV nicht noch extra als zusammengesetzter Leistungsauslöser aufgenommen werden. Für uns gehört auch das zur Transparenz der Dortmunder.

  • Nehmen Sie an, Sie wollen Ihrem besten Freund Plan D empfehlen, und Sie sollen ein Argument nennen, das Ihnen wichtig ist – mit welchem würden Sie ihn überzeugen?

    Thomas Wesel: Das Tolle an Plan D ist, dass alles in Klartext formuliert ist. Es ist ein Produkt, das jeder verstehen kann. Wir haben bei allen versicherten Fähigkeit versucht, objektive Kriterien zu finden, unter denen sich jeder sofort etwas vorstellen kann. Und dann gibt es noch das super Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Carina Kuczniak: Jetzt hat Thomas schon das Klartext-Thema als Argument für Plan D angesprochen, darum sage ich, es ist insbesondere für Knirpse eine tolle Sache! Mit der Schichtwechsel-Option kann man später den Schutz erweitern oder sogar in eine Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln. Da bietet Plan D einfach sehr viel Flexibilität.

    Thomas Wesel: Mit dem Schichtwechsel kann das Kind aber auch im alten Produkt bleiben und später weitere Bausteine wie „Die Arbeit“, also einen Erwerbsunfähigkeitsschutz, dazupacken. Grade bei Kindern kann man eine schlanke Einstiegssumme wählen, die ich über die Erhöhungsmöglichkeiten später hochziehen kann.

  • Wie hoch wäre denn so ein Monatsbeitrag?

    Thomas Wesel: Wenn ein 30jähriger Koch 1000 Euro Monatsrente bis zum 67. Lebensjahr versichert, kann er das schon für rund 40 Euro im Monat machen.

  • Gibt es einen Zusatz wie „Die Arbeit“ schon in einer anderen Grundfähigkeitsversicherung?

    Thomas Wesel: Nein, damit sind bisher die einzigen am Markt. Darauf sind wir auch stolz. Der Baustein bewirkt übrigens mehr, als man auf den ersten Blick glaubt. Er nimmt der Grundfähigkeitsversicherung zum Beispiel das „Lückenhafte“.

  • Wie meinen Sie das?

    Thomas Wesel: Hier und da wird bei Grundfähigkeitsversicherungen angezweifelt, dass sie sich zur Arbeitskraftabsicherung überhaupt eignen könnten. Einige Vermittler sehen darin ein mögliches Haftungsproblem für ihre Beratung. „Dann passiert meinem Kunden etwas, was als Leistungsauslöser nicht dabei ist“, heißt es da. Mit dem Baustein kann ich jetzt ein Sicherheitsnetz spannen, mit dem ich alle Erkrankungen und Unfälle auffange.

  • „Die Arbeit“ ist ein Baustein, der extra kostet …

    Thomas Wesel: Stimmt. Aber mal so als Tipp: Den Baustein kann ich beispielsweise auf das 63. Lebensjahr befristen und muss ihn nicht bis zum Ende der Laufzeit einschließen. So macht der Schutz immer noch Sinn, aber ich kann beim Monatsbeitrag sparen.

  • Was ist sonst noch dazugekommen?

    Carina Kuczniak: Der Baustein „Der Krankenschein“ ist neu. Er bietet schnell eine Leistung, wenn der Kunde länger krankgeschrieben ist und Engpässe überbrücken muss.

    Thomas Wesel: Und wir haben beim Baustein „Der Führerschein“ den Motorradführerschein ergänzt.

  • Machen die Neuerungen das Produkt nicht komplizierter?

    Carina Kuczniak: Nein. Es gibt nur mehr Möglichkeiten. Die sieht der Vermittler aber sofort, weil ihn die Angebotstechnologie ganz elegant durchlotst. Alles ist weiterhin einfach und transparent. Wir haben zum Beispiel im Paket „Die 1“ in der Risikoprüfung nur vier Gesundheitsfragen, die ohne Versicherungsdeutsch auskommen.

  • Bei Risikoversicherungen ist es so, dass man einzahlt und hofft, nie eine Leistung erhalten zu müssen. Das Geld ist aber weg. Bleibt bei Plan D auch nichts übrig?

    Thomas Wesel: Bei Plan D spart der Kunde kein Geld an, das er sich auszahlen lassen kann, das ist richtig. Durch die Überschüsse, die wir erwirtschaften, berechnen wir direkt den Beitrag günstiger. Jetzt nehmen Sie aber mal den Koch von eben. Wenn der mit 37 eine Grundfähigkeit verliert, erhält er bis zur Rente 360.000 Euro. Darum geht es doch.

    Carina Kuczniak: Etwas bleibt aber: Beim neuen Plan D erhalten die Hinterbliebenen eine Jahresrente, wenn der Versicherte vorher eine Leistung bezogen hat. Das ist ein gewisses Maß an Planungssicherheit und – wenn man so will – eine Mini-Risikolebensversicherung.

  • Serienmäßig?

    Carina Kuczniak: Ja, das ist immer mit drin.

  • Wie stelle ich es als Kunde an, wenn ich Plan D kaufen will?

    Thomas Wesel: Plan D gibt es nur beim Vertriebspartner. Auch wenn das Produkt noch so einfach ist – der Vermittler ist wichtig. Wir stehen auf Beratung!

  • Gibt es schon Reaktionen von Vertriebspartnern? Wie kommt der neue Plan D an?

    Carina Kuczniak: Die Rückmeldungen sind sehr positiv, insbesondere die neuen Alternativen.

    Thomas Wesel: „Die 1“ ohne Fragen zur Psyche wurde sehr gut aufgenommen. Viele wollen jetzt auch die neuen Bausteine in den Fokus ihrer Beratung stellen.

  • Und die Analysehäuser?

    Carina Kuczniak: Da haben wir schon eine erste Bewertung. Die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur hat „Die 3“ mit der Note 1,4 ausgezeichnet, für „Die 2“ gab es eine 1,7.

  • Zum Schluss noch eine delikate Frage: Sie haben die Optionen für Knirpse bei Plan D „Schichtwechsel“ genannt. Gab es da keine Widerstände bei der Dortmunder Lebensversicherung AG? Schließlich nennt Schalke 04 seine Auswechslungen im Spiel „Schichtwechsel“.

    Thomas Wesel: Ok, da könnte ich jetzt was zu sagen. Aber im Moment möchten wir wirklich keine Späße auf Kosten der Schalker machen.

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